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17.09.2019
Fürther Verführung
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Grünanlagen & Parks

Stadtpark
Die Ursprünge des Stadtparks gehen bis ins Jahr 1867 zurück, als der Industrielle J. W. Engelhardt den Abhang zur Pegnitz mit Bäumen und Sträuchern bepflanzen ließ. Die Anlage wurde ständig erweitert und noch im 19. Jhdt kamen die Schwanenweiher hinzu. (Siehe Foto unten) An der Stelle, wo von 1897 bis 1938 das Stadtpark-Restaurant stand, befindet sich seit 1951 die Freilichtbühne, auf der im Sommer Theateraufführungen, Konzerte und Lesungen stattfinden. (Siehe Foto unten) 1951 richtete die Stadt Fürth zum Anlass ihrer Großstadtwerdung eine Gartenschau unter dem Namen Grünen und Blühen aus, welche im dafür innerhalb eines Jahres aufwendig umgestalteten Stadtpark stattfand.

Alter Jüdischer Friedhof
Die erste Beisetzung fand am 11. November 1607 für Ascher Anschel Herrlingen auf dem damals noch außerhalb der Stadt und auf Bamberger Gebiet liegenden Gelände statt. Bis dahin mussten Verstorbene auf den Friedhöfen in Baiersdorf oder Schnaittach beerdigt werden. Im Jahr 1906 wurde ein neuer Friedhof im Norden der Stadt an der Erlanger Straße angelegt. In der Folgezeit fanden noch vereinzelt Beisetzungen statt, die letzte datiert aus dem Jahr 1936.
Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde 1934 ein Teil des bis dahin 2 ha großen Friedhofes für den Ausbau einer Straße abgetrennt und die dort befindlichen Kindergräber wurden umgebettet. Die letzte Beerdigung fand am 3. April 1936 für Ella Oettinger statt. 1941 wurden viele Gräber geschändet, als an der Ostseite des Areals ein Löschwasserteich eingerichtet wurde, was auf Grund der nahe gelegenen Rednitz nicht notwendig war. Die weggenommenen Grabsteine wurden Fürther Steinmetzen als Rohmaterial kostenlos zur Verfügung gestellt. Im Jahr 1944 wurde der nordöstliche Teil des Friedhofes mit den dort liegenden Gräbern durch einen alliierten Fliegerbombentreffer zerstört.
Heute sind noch ca. 6.000 von ehemals etwa 15.000 bis 20.000 Grabsteinen erhalten. Die Grabsteine, die nach den Schändungen und dem Bombentreffer nicht mehr an ihrem ursprünglichen Standort standen, wurden im Bereich des zugeschütteten Löschwasserteiches mit der Vorderseite gen Westen aufgestellt, um zu darauf zu verweisen, dass sie keine Ruhestätte mehr markieren, denn auf Ruhestätten weisen Grabsteine gen Osten.

Friedhof an der Erlanger Straße
Der Friedhof Fürth an der Erlanger Straße hat in den Wochen, in denen Sommerzeit gilt täglich von 6 bis 21 Uhr, während der Winterzeit täglich von 8 bis 19 Uhr geöffnet. (Siehe Foto unten) Seit einigen Jahren bietet der Friedhof Grabarten ohne Grabpflege an, wie z.B. Baumbestattungen im Friedpark, Bestattungen im Urnenbiotop Oase der Ruhe oder Bestattungen auf dem sogenannten Rasengrabfeld. Es gibt auf dem Friedhof auch ein Gedächtnisfeld für die im 1. Weltkrieg gefallenen Soldaten aus Fürth sowie einen Gedenkstein für die Opfer einer großen Explosion in einem Munitions-Magazin , bei der am 25. April 1917 insgesamt 52 Personen tödlich verunglückten.

Neuer Jüdischer Friedhof
Die jüdische Gemeinde in Fürth wuchs in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts schnell. Die Industrialisierung zog viele jüdische Kaufleute aus den ländlichen Gebieten Frankens an. Nachdem sich abzeichnete, dass die Kapazität des Alten Friedhofs nicht mehr ausreichte, erwarb die jüdische Gemeinde im Jahr 1880 ein Grundstück nördlich des Städtischen Hauptfriedhofs, der 1881 eröffnet wurde. Das Grundstück lag seinerzeit weit außerhalb der Stadt in einem Gemeindewald auf Ronhofer Gebiet. Der Neue Jüdische Friedhof wurde 1906 eingeweiht.
Die 1902 erbaute Trauerhalle wurde von dem renommierten Fürther Architekten Adam Egerer im Neorenaissance-Stil entworfen. In dem Gebäude, das nach 1945 mehrmals erneuert wurde, sind seit Juli 1997 die Namen von 890 in der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten Fürther Juden auf Steintafeln angebracht.[1]
Ein Kriegerdenkmal erinnert an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der jüdischen Gemeinde Fürth. Davor liegt ein Gedenkstein für die Opfer des Holocaust. In der Nähe befindet sich ein weiteres Holocaust-Denkmal mit hebräischer Inschrift. Es wurde 1947 im DP-Lager Finkenschlag aufgestellt und 1949 an seinen heutigen Standort gebracht.
Der Neue Jüdische Friedhof wurde bereits 1928 geschändet. Weitere Verwüstungen fanden während der Zeit des Nationalsozialismus statt, wobei auch die Trauerhalle stark beschädigt wurde.[2] Der Friedhof dient der Israelitischen Kultusgemeinde Fürth noch heute als letzte Ruhestätte für ihre Toten.

Südstadtpark
Unter Südstadtpark versteht man einerseits eine 500 m lange und 180 m breite, größtenteils aus einer unbewachsenen Rasenfläche mit Schotterumrandung bestehende
Freifläche zwischen der Flößaustraße im Norden und der Fronmüllerstraße im Süden, in deren nordwestlichem Eck die Grüne Halle liegt. Zentral in der Parkfläche und vollständig vom
teilweise von Hobbykickern genutzten Rasen umgeben liegen zwei vereinzelte Gebäude, nämlich im Süden die ehemalige Villa Schickedanz, ein zweigeschossiger verputzter Walmdachbau mit Sandsteinsockel, in dem sich seit einer Modernisierung/Umgestaltung zum Wintersemester 2010/11 die private International DiaLog University der Diakonie Neuendettelsau befindet und weiter nördlich ein dreiflügliger, aus zwei zweigeschossigen Walmdachbauten und einem kubusförmigen Verbindungsflügel bestehender Gebäudekomplex, in dem sich seit 2006 die Musikschule Fürth befindet.

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